Peter Weiß: „Landreform ist Chance für Menschen in Kolumbien“

Kolumbianische Kommunalpolitiker informieren sich in Sasbach

Über das deutsche Genossenschaftswesen informierte sich eine Gruppe von Kommunalpolitikern aus Kolumbien auf Einladung des Bundestagsabgeordneten Peter Weiß in der Winzergenossenschaft (WG) Sasbach. Im Rahmen einer Kellerführung mit anschließender Weinprobe erläuterten Peter Weiß und WG-Geschäftsführer Thomas Langenbacher Funktionsweise und Vorteile von Genossenschaften.

„Die Idee des Genossenschaftswesens kann man am besten als Hilfe zur Selbsthilfe durch freiwillige Kooperation zusammenfassen“, erklärte Thomas Langenbacher. Die WG Sasbach lebe dieses Prinzip in ihrer täglichen Arbeit. „Wir sind zwar nur eine vergleichsweise kleine Genossenschaft, schaffen es aber dennoch durch qualitativ hochwertige Produkte auf dem Markt präsent zu sein“, so Langenbacher.

Gerade für die ländlich geprägten Regionen in Kolumbien in denen Kakao angebaut werde, wäre dies daher ein sinnvolles Modell für Bewirtschaftung und Vertrieb, ergänzte Bundestagsabgeordneter Peter Weiß. „Einzelne Bauern sind zu klein um auf den Märkten zu bestehen. Die Stärke liegt hier in der Gemeinschaft“, so Weiß weiter. Viele gerade ländliche Regionen hätten unter dem jahrzehntelangen bewaffneten Konflikt in Kolumbien stark gelitten. „Die durch den Friedensvertrag zwischen kolumbianischer Regierung und FARC-Rebellen angestoßene Landreform ist für die Menschen dort eine große Chance“, war sich der Abgeordnete sicher.

Dies betonte auch Padre Teodoro González, der aktuell Pfarrer in Saravena ist. „Wir bedanken uns für die internationale Anteilnahme. Der Friedensvertrag wurde weltweit sehr positiv aufgenommen und ist eine Chance für unser Land“, so González. Er wünsche sich aber auch, dass die Weltöffentlichkeit mit genau derselben Aufmerksamkeit den weiteren Friedensprozess begleite. „Hier kommen wir derzeit leider nur mit kleinen Schritten voran“, fuhr er fort. Bundestagsabgeordneter Peter Weiß, der auch Vorsitzender des AK Lateinamerika der CDU/CSU-Bundestagsfraktion ist, sagte ihm zu, sich auch zukünftig für die Menschen in Kolumbien zu engagieren. „Wir wollen uns auch als Deutsche dafür einsetzen, dass in Kolumbien endlich Frieden herrscht. Durch den Friedensvertrag haben wir nun endlich eine realistische Chance darauf“, betonte der Abgeordnete.

Die Kommunalpolitiker aus Kolumbien waren im Rahmen eines durch die Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) organisierten Studienprogramms in Deutschland. Vor dem Hintergrund der durch den Friedensprozess zwischen kolumbianischer Regierung und den FARC-Rebellen angestoßenen Landreform, wollten sie sich über politische und wirtschaftliche Entscheidungsprozesse und -strukturen informieren.

Über das deutsche Genossenschaftswesen informierte sich eine Gruppe von Kommunalpolitikern aus Kolumbien auf Einladung des Bundestagsabgeordneten Peter Weiß in der Winzergenossenschaft (WG) Sasbach. Unser Bild zeigt den Bundestagsabgeordneten Peter Weiß (Mitte vorne), Dr. Hubert Gehrig und Margarita Rosa Cuervo Iglesias von der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) (2.u.3.v.l.), WG-Geschäftsführer Thomas Langenbacher (2.v.r.), sowie Dolmetscher Werner Müller (Mitte hinten) und die Gäste aus Kolumbien. (Aufn. Zähringer)
Über das deutsche Genossenschaftswesen informierte sich eine Gruppe von Kommunalpolitikern aus Kolumbien auf Einladung des Bundestagsabgeordneten Peter Weiß in der Winzergenossenschaft (WG) Sasbach. Unser Bild zeigt den Bundestagsabgeordneten Peter Weiß (Mitte vorne), Dr. Hubert Gehrig und Margarita Rosa Cuervo Iglesias von der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) (2.u.3.v.l.), WG-Geschäftsführer Thomas Langenbacher (2.v.r.), sowie Dolmetscher Werner Müller (Mitte hinten) und die Gäste aus Kolumbien.
(Aufn. Zähringer)