Waldkircher Abschlussfahrt nach Berlin

Schüler diskutieren mit Peter Weiß

Die 9. Klasse der Kastelberg-Schule Waldkirch hat ihre Abschlussfahrt nach Berlin unternommen. Zum bunte gemischten Programm gehörte auch ein Besuch im Deutschen Bundestag. Mit dem Bundestagsabgeordneten Peter Weiß diskutierten die Schülerinnen und Schüler über die Aufgaben und die politische Arbeit eines Abgeordneten. „Gibt es den Fraktionszwang?“, war eine der Fragen. Peter Weiß erläuterte, dass in einer parlamentarischen Demokratie in der Regel nur eine Koalitionsvereinbarung zu einer stabilen Regierung führe. In einer solchen Vereinbarung würden sich die Koalitionsabgeordneten zu einem stets gemeinsamen Abstimmungsverhalten verabreden. „Wenn ich jedoch einmal anderer Auffassung bin, dann kann ich auch mit Nein stimmen. Ich muss es nur vorher auch ankündigen“, erläuterte der Abgeordnete. Oftmals nutze man auch die Abgabe einer persönlichen Erklärung, die dann im Protokoll des Bundestages abgedruckt werde, um die eigene Gewissensentscheidung zu begründen.

Die Schülerinnen und Schüler berichteten dem Abgeordneten auch über ihre Zukunftspläne, nachdem sie gerade den Hauptschulabschluss absolviert haben.

Frank Zwiener, der Mitarbeiter von Peter Weiß im Bundestag, führte die Gruppe anschließend hinüber ins Reichstagsgebäude, wo er ihnen die von sowjetischen Soldaten im Mai 1945 angebrachten Inschriften erläuterte. Auch das im Keller befindliche Kunstwerk „Archiv der deutschen Abgeordneten“ mit 5.000 Blechkisten mit den Namen der seit 1919 gewählten Abgeordneten stand auf dem Besichtigungsprogramm. Zum Abschluss ging es noch auf die Reichstagskuppel.

Die 9. Klasse der Kastelberg-Schule aus Waldkirch mit dem Abgeordneten Peter Weiß im Paul-Löbe-Haus des Deutschen Bundestages. Aufnahme: Frank Zwiener
Die 9. Klasse der Kastelberg-Schule aus Waldkirch mit dem Abgeordneten Peter Weiß im Paul-Löbe-Haus des Deutschen Bundestages.
Aufnahme: Frank Zwiener