B3-Umfahrung Kippenheim parallel zur Rheintalbahn generell machbar

Eine parallel zur Rheintalbahn verlaufende B3-Umfahrung zwischen Lahr und Kippenheim sei generell als machbar anzusehen. Dies teilte der Konzernbevollmächtige der Deutschen Bahn für Baden-Württemberg, Thorsten Krenz, dem CDU-Bundestagsabgeordneten Peter Weiß auf dessen Nachfrage mit. Weiß hatte den Bahnvertreter bezüglich der von Oberbürgermeister Markus Ibert (Lahr) und Bürgermeister Matthias Gutbrod (Kippenheim) vorgeschlagenen Variante „Zwei Plus“ angeschrieben und um eine Einschätzung gebeten. Diese Variante soll die Umfahrung näher an die Bahngleise führen.

„Die grundsätzliche Bereitschaft der Bahn eine Straßenführung entlang der Rheintalbahn mitzutragen, ist ein gutes Zeichen für die Variante Zwei Plus. Jetzt kommt es darauf an, dass sich alle Beteiligten eng miteinander abstimmen, um die Chancen für eine bahnparallele Lösung zu erörtern“, so Peter Weiß.

In einem zweiten Brief hat sich der Bundestagsabgeordnete auch an Landrat Frank Scherer gewandt. Wie der Landrat dem Abgeordneten in seiner Antwort mitteilt, sei er wie Weiß der Auffassung, dass die Variante „Zwei Plus“ vorstellbar sei. Aktuell werde die Variante gemeinsam mit weiteren Möglichkeiten der Straßenführung vom Straßenbauamt geprüft. Dabei spiele auch der Ausbau der Rheintalbahn eine wesentliche Rolle. Das Ergebnis der Variantenuntersuchung werde im Ausschuss für Umwelt und Technik des Kreistages am 29. September präsentiert. Anschließend wolle man sich dann auf eine Vorzugsvariante konzentrieren.

„Sobald sich ein Konsens für eine Vorzugsvariante abzeichnet, bin ich gerne bereit, diese tatkräftig zu unterstützen“, erklärt der CDU-Bundestagsabgeordnete. Perspektivisch sieht Peter Weiß nach dem Bau der neuen Kreisstraße zur B3-Umfahrung gute Möglichkeiten, eines Tages die Bundesstraße auf die neue Umgehungsstraße zu legen und im Gegenzug die bisherige innerörtliche B3-Durchfahrtsstraße in eine Kreisstraße umzuwidmen. Der Abgeordnete erinnert daran, dass ein solches Vorgehen bereits im Falle von Kenzingen und Herbolzheim zum Erfolg geführt habe. „Eine anschließende Umwidmung der Bundesstraße 3 würde etwa Kippenheim neue Möglichkeiten zur Verkehrsberuhigung geben“, so Weiß weiter.