Bundestagsabgeordneter Peter Weiß besucht das Modegeschäft meierfashion in Ettenheim

Ende des Shutdowns für den baden-württembergischen Einzelhandel unter Auflagen

Das Wirtschafts- und das Sozialministerium des Landes Baden-Württemberg haben eine Richtlinie zur Öffnung des Einzelhandels erstellt. Geschäfte, deren Verkaufsfläche 800 Quadratmeter nicht überschreitet, dürfen nur öffnen, wenn in und vor den Gebäuden bestimmte Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden. Um sich von den Vorkehrungen des Einzelhandels ein Bild zu machen, besuchte Bundestagsabgeordneter Peter Weiß das Modegeschäft meierfashion. Da Geschäftsführer Hans-Georg Meier Präsidialratsmitglied im Handelsverband Südbaden, Baden-Württemberg ist, diente das Gespräch auch zum politischen Austausch. meierfashion wurde 1849 gegründet und wird in fünfter Generation geführt. Mit insgesamt vierzig Mitarbeitern ist das Unternehmen mit zwei Filialen in Rheinhausen und Ettenheim vertreten.

„Die kurzfristige Schließung der Geschäfte war nachvollziehbar. Allerdings hätten wir auch nicht länger auf die Wiedereröffnung warten können“, sagte Hans-Georg Meier. „Modeartikel unterliegen einer sehr schnellen Alterung. Hätten wir noch länger geschlossen bleiben müssen, wäre unsere Ware nicht mehr aktuell gewesen.“ Um die Gesundheit der Kunden und der Mitarbeiter zu schützen, steht im Eingangsbereich der Ettenheimer Filiale eine große Tafel mit Abstands- und Hygieneregeln. Ein wenig weiter befindet sich ein Desinfektionsmittelspender. Im Kassenbereich gibt es Abstandsmarkierungen und Schutzwände aus Plexiglas. Die Mitarbeiter tragen zudem einen Nasen- und Mundschutz.

„Der Einzelhandel macht unsere Gemeinden und Städte interessant und lebenswert. Ich möchte alle Mitbürgerinnen und Mitbürger bitten, den Einzelhandel in dieser schweren Zeit nach Kräften zu unterstützen“, so Peter Weiß. „meierfashion ist ein gutes Beispiel, dass die Gesundheit der Kunden und Mitarbeiter an erster Stelle steht.“ Der Handelsverband Südbaden hat allen Betrieben nützliche Handreichungen gegeben, wie man bei der Wiedereröffnung der Geschäfte und der Einhaltung der Hygenievorschriften vorgehen soll. „Das ist mustergültig und zeigt von hohem Verantwortungsbewusstsein“, zeigte sich der Abgeordnete beeindruckt. Das sei ein Beispiel für weitere Öffnungen in den kommenden Wochen, zum Beispiel in der Gastronomie. Wenn größere Einzelhandelsgeschäfte ihre Verkaufsfläche freiwillig auf unter 800 Quadratmeter reduzieren, sollten sie nach Auffassung von Peter Weiß ebenfalls öffnen können. Es sei nicht einzusehen, dass andere Bundesländer dies akzeptieren, aber ausgerechnet Baden-Württemberg sich hier verschlossen zeige.