Bundestagsabgeordneter Peter Weiß steht hinter der Polizei

Tauschten sich über die aktuelle Sicherheitslage vor Ort aus (v.l.n.r.): Revierleiter Stöhr, Bundestagsabgeordneter Weiß und der stellvertretende Revierleiter Graß.

„Mehr Respekt, mehr Anerkennung und mehr Unterstützung durch die Bevölkerung“, fordert Bundestagsabgeordneter Peter Weiß für die Polizei. Bei seinem Gespräch mit dem kommissarischen Revierleiter Stöhr und dem Stellvertreter Herrn Graß informierte sich Peter Weiß über die Polizeiarbeit vor Ort im Raum Emmendingen.

Die Corona-Pandemie und die damit einhergehenden Beschränkungen des öffentlichen Lebens hatten auch Einfluss auf die Arbeit der Polizeibeamten und Auswirkungen auf die Schwerpunkte ihrer Arbeit. So ergaben sich beispielsweise Berührungspunkte zwischen Bundespolizei und Landespolizei, wie bei der gemeinsamen Sicherung des Grenzüberganges Sasbach-Marckolsheim im Zuge der Grenzschließungen.

Ein Kernproblem bleibt weiterhin die Personalfrage, da Neuzugänge vorerst lediglich die altersbedingten Abgänge ersetzen. Erst in zwei Jahren werde die große Einstellungswelle der Landesregierung zu einer verbesserten Personalsituation führen, erläuterte Stöhr.

Zusätzlich wachsen die vielseitigen Anforderungen an die Polizisten: Heutzutage müsse ein Polizist ein „wandelndes Rechtslexikon“ sein, so der Tenor von Stöhr und Graß.

Diese Entwicklung erforderte eine zeitnahe Erweiterung des Polizeigesetzes durch die Gesetzgebung von Seiten der Landespolitik. Das neue Polizeigesetz sieht für Polizisten daher nun vor, Bodycams auch in geschlossenen Räumen nutzen zu können. Dadurch können Abläufe besser dokumentiert werden und wertvolles Beweismaterial wird im Gericht nutzbar. Eine Neuerung, die die Polizisten ausdrücklich begrüßen.

Bezogen auf die allgemeine Sicherheitslage sei die Situation im ländlichen Raum Emmendingen dennoch nicht vergleichbar mit der Situation beispielsweise im Raum Stuttgart. Untermauert wird das auch durch die Kriminalstatistik aus dem Jahr 2019, in der ein Rückgang der Straftaten im Landkreis Emmendingen zu verzeichnen gewesen ist. Auch in diesem Jahr scheint sich diese positive Tendenz fortzusetzen.

Angesichts aktueller Kritik an der Polizei sprach Bundestagsabgeordneter Peter Weiß der Polizei klar sein Vertrauen aus: „Die Politik muss immer auf der Seite der Polizei stehen. Die Polizisten und Polizistinnen sorgen als Teil des staatlichen Gewaltmonopols tagtäglich für unserer aller Sicherheit.“

Im Polizeirevier Emmendingen werden im Sommer wieder vermehrt Fahrrad-Streifen eingesetzt. Laut Revierleiter Stöhr hat diese Art von Streifendienst einen positiven Einfluss auf die Wahrnehmung der Polizei und vereinfacht die Kontaktaufnahme mit der Bevölkerung.

Als Fazit des Gesprächs ließ sich ziehen, dass die Polizei trotz der jüngsten Vorkommnisse weiterhin ein hohes Ansehen in der Bevölkerung genießt.