Deutsch-Französischer Aufruf zur Öffnung des Grenzüberganges zwischen Sasbach und Marckolsheim für Berufspendler

Die Abgeordneten Antoine Herth und Peter Weiß wenden sich mit Brief an Innenminister Seehofer

Die Fortschritte bei der Bekämpfung des Corona-Virus nahmen Antoine Herth, Abgeordneter in der Nationalversammlung für das Département Bas-Rhin, und Bundestagsabgeordneter Peter Weiß zum Anlass, gemeinsam eine Öffnung des Grenzüberganges zwischen Sasbach und Marckolsheim für Berufspendler zu fordern. „Die Schließung der deutsch-französischen Grenzen für den nicht berufsbezogenen Personenverkehr war und ist notwendig. Es macht jedoch wirtschaftlich und ökologisch wenig Sinn, Berufspendler zu großen Umwegen zu zwingen“, schrieben die beiden Bundespolitiker in einem gemeinsamen Brief an den deutschen Bundesinnenminister Horst Seehofer. Ein Grenzübergang, der ausschließlich für Berufspendler vorgesehen ist, könne mit überschaubarem Aufwand kontrolliert werden, da die Pendler sich durch einen von ihrem Arbeitgeber ausgestellten Ausweis schnell und unbürokratisch legitimieren können.

Alle drei deutsch-französischen Grenzübergänge zwischen Breisach – Neuf-Brisach im Süden und Neuried – Eschau im Norden (d.h. Sasbach – Marckolsheim, Kappel-Grafenhausen – Rhinau und Schwanau-Erstein) sind für Berufspendler nicht passierbar. „Wir sind der Meinung, dass die Öffnung der Grenze Sasbach – Marckolsheim ein guter Kompromiss für alle Beteiligten wäre“, appellieren Herth und Weiß an Seehofer. Außerdem sollten schrittweise die Grenzübergänge bei Kappel und bei Nonnenweier geöffnet werden. Eine ähnliche Initiative sei auch bereits durch den französischen Abgeordneten Christophe Arend zwischen dem Elsaß und dem Saarland erreicht worden.