Besuch der KZ-Gedenkstätte Vulkan in Haslach

Bundestagsabgeordneter Peter Weiß (links) und Haslachs Bürgermeister Philipp Saar vor dem Mahnmal der Gedenkstätte Vulkan.

Vor 75 Jahren endete der Zweite Weltkrieg durch den Einmarsch der Franzosen in der Region am Oberrhein
Bundestagsabgeordneter Peter Weiß gedenkt dem millionenfachen Leid mit Haslachs Bürgermeister Philipp Saar am „Vulkan“ in Haslach

Bereits mehrere Tage vor der endgültigen Kapitulation des Deutschen Reiches wurde die Region am Oberrhein von den Franzosen eingenommen. Vor 75 Jahren überquerten die französischen Streitkräfte den Rhein bei Karlsruhe und marschierten anschließend südwärts. Nach fast sechs Jahren des blutigsten Krieges der Menschheitsgeschichte wurden heute, am 21. April, vor 75 Jahren die Menschen der Stadt Haslach im Kinzigtal befreit.

Zusammen mit Haslachs Bürgermeister Philipp Saar gedachte Bundestagsabgeordneter Peter Weiß den Opfern der NS-Gewaltherrschaft am Nebenlager des Sicherungslagers Schirmeck-Vorbruck. Dieses befand sich von Dezember 1944 bis April 1945 auf dem Gebiet der Stadt. Die Gedenkstätte Vulkan erinnert seit 1998 an die 1.700 Häftlinge aus 21 Ländern, die hier Zwangsarbeit leisteten. Über 600 von ihnen mussten monatelang unter menschenunwürdigen Bedingungen in Stollen leben. Hunderte überlebten diese Zeit nicht.

„Ich bin froh, dass sich hier Menschen gefunden haben, die diesen Ort des Erinnerns geschaffen haben und so auch heute noch daran mahnen, welch großes Unrecht vor vielen Jahren hier geschehen ist. Das unglaubliche Leid darf nie vergessen werden“, sagte Bürgermeister Philipp Saar. „75 Jahre Ende des Zweiten Weltkrieges ist ein Anlass der Erinnerung an die vielen Toten und Opfer. Aber es ist auch ein Tag, an dem wir an 75 Jahre Aufbau einer neuen Gesellschaft, Demokratie, Freiheit und Zusammenarbeit in Europa denken“, so Peter Weiß. „Es ist Auftrag der politisch Verantwortlichen, aber auch jeder Bürgerin und jedes Bürgers, für die Zukunft Frieden, Freiheit, Demokratie und die Zusammenarbeit der Völker in Europa zu bewahren und fortzuentwickeln.“