Grenzregion Elsass-Baden stärken -deutsch-französische Verkehrskonferenz im Europa-Park

RUST. Im Januar 2019 haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident Emmanuel Macron mit dem Vertrag von Aachen eine Erneuerung und Ergänzung des Élysée-Vertrages auf den Weg gebracht. Der Aachener Vertrag soll sowohl die bilateralen Beziehungen der beiden Staaten als auch deren gemeinsame Europapolitik auf eine neue Stufe heben.

Bundestagsabgeordneter Peter Weiß und sein französischer Parlamentskollege Antoine Herth, beide Mitglied der Deutsch-Französischen Parlamentarischen Versammlung, haben das zum Anlass für eine lokale Verkehrskonferenz zwischen kommunalen und wirtschaftlichen Vertretern beider Länder genommen. „Wenn wir Artikel 16 des Aachener Vertrages, der die Erleichterung der grenzüberschreitenden Mobilität durch Verknüpfung der digitalen und physischen Netze, insbesondere des Straßen- und Schienenverkehrs, forciert, mit Leben füllen wollen, ist eine Konferenz zur gegenseitigen Verständigung genau die richtige Plattform dafür“, so Weiß.

Sein Kollege Antoine Herth ergänzt, dass es gerade mit Blick auf die Corona-Krise und die Grenzschließungen zwischen den beiden Staaten jetzt darauf ankomme, die bilaterale Kommunikation zu stärken und das Verbindende noch mehr in den Blick zu nehmen. Zudem hat die Versammlung beschlossen, dass eine gemeinsame Sitzung der Verkehrsausschüsse der Französischen Nationalversammlung und des Deutschen Bundestages stattfinden soll. Um diese Sitzung vorzubereiten und letzte Vorschläge zu sammeln, hatten die beiden Abgeordneten nach Rust eingeladen.

Zentrales Thema war die Förderung des öffentlichen Personennahverkehrs über die Grenze, eine neue Eisenbahn-Verbindung zwischen Colmar und Breisach, öffentliche Omnibus-Linien über alle Grenzübergänge zwischen Frankreich und Deutschland und auch eine bessere Vernetzung der Radverbindungen.

An der deutsch-französischen Verkehrskonferenz teilgenommen hat auch, stellvertretend für die Gastgeberfamilie Mack, Michael Mack, der zugleich auch Honorarkonsul der Französischen Republik ist. Mack betonte, dass für ein Unternehmen wie den Europa-Park, das personell deutsch-französisch aufgebaut ist, der weitere Ausbau der Infrastruktur zwischen dem Elsass und Baden wichtig ist, um die Vertiefung der kulturellen, politischen und wirtschaftlichen Integration voranzutreiben.

Bundestagsabgeordneter Weiß, der den Gesprächsablauf unter den Teilnehmern moderiert hatte, resümiert: „Ich glaube das, was wir an substanziellen Punkten zur infrastrukturellen Stärkung der Grenzregion Elsass-Baden erarbeitet haben, kann sich als Kommuniqué für die Sitzung der beiden Verkehrsausschüsse im Herbst sehen lassen. Im Übrigen freut es mich, das sowohl französische als auch deutsche Vertreter zum Erfolg der Konferenz einen paritätischen Beitrag geleistet haben und wir die jeweiligen Interessen miteinander verknüpfen konnten.“