Neues Weinrecht: Peter Weiß unterstützt Anliegen der Kaiserstühler Winzergenossenschaften

Bei einem Gespräch zur geplanten Reform des Weinrechts in Königschaffhausen sagte CDU-Bundestagsabgeordneter Peter Weiß seine Unterstützung für das Anliegen der beiden Kaiserstühler Winzergenossenschaften Königschaffhausen-Kiechlinsbergen und Jechtingen-Amoltern zu: Die Beibehaltung von Gemeindenamen bei Großlagen wie etwa dem Königschaffhauser Vulkanfelsen. Zu den Teilnehmern zählten (v.l.n.r.): Michael Schmidt (Vorstandsvorsitzender WG Königschaffhausen-Kiechlinsbergen), Reiner Rosswog (Kellermeister WG Königschaffhausen-Kiechlinsbergen), Karl Ehrlacher (Vorstandsvorsitzender WG Jechtingen-Amoltern), Bundestagsabgeordneter Peter Weiß, Günter Zimmermann (Geschäftsführer WG Königschaffhausen-Kiechlinsbergen) und Roland Leininger (Geschäftsführer WG Jechtingen-Amoltern).

 

Königschaffhauser oder Jechtinger Vulkanfelsen – diese Bezeichnungen könnten mit der geplanten Reform des Weinrechts passé sein. Die Winzergenossenschaften Königschaffhausen-Kiechlinsbergen und Jechtingen-Amoltern haben sich daher an den CDU-Bundestagsabgeordneten Peter Weiß gewandt. Das Kernanliegen der beiden Kaiserstühler Winzergenossenschaften, welches nun Unterstützung durch den CDU-Parlamentarier erhält: Die Beibehaltung von Gemeindenamen bei Großlagen.

Bei einem Gespräch in Königschaffhausen schilderten die beiden WG-Geschäftsführer Günter Zimmermann (WG Königschaffhausen-Kiechlinsbergen) und Roland Leininger (WG Jechtingen-Amoltern) dem CDU-Parlamentarier die Auswirkungen der Gesetzesänderung. „Die Großlagennamen wie der Königschaffhauser Vulkanfelsen haben über viele Jahre hinweg Markencharakter entwickelt und entsprechend bei den Kunden einen hohen Wiedererkennungswert. Sollte der Gesetzesentwurf in seiner jetzigen Form verabschiedet werden, wäre eine Vermarktung über die bisherige Bezeichnung nicht möglich“, so WG-Geschäftsführer Günter Zimmermann, der in diesem Fall mit empfindlichen Umsatzeinbußen rechnet. Sein Jechtinger Pendant Roland Leininger fügte an: „Während Weingüter ihre Erzeugnisse über den Namen vermarkten, sind bei den Genossenschaften oftmals die Gemeindenamen das typische Vermarktungsinstrument.“ Entsprechend würde eine Änderung zu Irritationen bei den Verbrauchern führen.

Hintergrund für die notwendige Namensänderung ist, dass mindestens 85 Prozent der Trauben im Gebiet der Gemeinde angebaut werden muss, die auf dem Etikett ausgezeichnet ist. Sowohl bei der Jechtinger als auch Königschaffhauser Abfüllung mit der Großlagenbezeichnung „Vulkanfelsen“ wird dieser Wert nicht immer erreicht, da die Trauben auch aus Nachbargemeinden stammen können.

Bundestagsabgeordneter Peter Weiß betonte, dass es das Ziel der Gesetzesnovelle sei, sowohl den Weinabsatz zu steigern, als auch bessere Preise zu erzielen. Denn Deutschland partizipiere derzeit nicht am Wachstum innerhalb der Europäischen Union, wie Weiß mit dem Verweis auf die gesunkenen Exportzahlen darlegte. „Die Novelle des Weinrechts darf aber nicht dazu führen, dass über viele Jahre gewachsene Namen, die einen hohen Bekanntheitsgrad haben und wichtige Orientierung beim Kauf bieten, einfach verschwinden. Damit wäre niemandem geholfen: Weder den Kunden, noch den Winzern“, so Weiß, der beiden Geschäftsführern seine Unterstützung zusagte. Der CDU-Abgeordnete sieht durchaus Chancen im parlamentarischen Verfahren noch einige Änderungen im Sinne der Kaiserstühler Winzer durchzusetzen und wird dazu in den kommenden Wochen Gespräche in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion führen.