Ortenau Klinikum für Corona-Patienten so gut es geht gerüstet

Peter Weiß informierte sich bei Klinikgeschäftsführer Christian Keller

Abstand ist das Gebot der Stunde, weshalb sich Bundestagsabgeordneter Peter Weiß (CDU) momentan vor allem auf telefonischem Wege über die aktuelle Lage in seinem Wahlkreis austauscht. Mit Christian Keller, Geschäftsführer des Ortenau Klinikums, sprach der Abgeordnete über die Kritik des Klinikchefs am Schutzschirm für die Krankenhäuser sowie die Vorbereitungen auf schwerstkranke Corona-Patienten.

„Mir war wichtig, dass den Krankenhäusern in Zeiten der Corona-Krise kein Defizit entsteht, wenn sie entsprechende Vorbereitungen treffen“, führte Keller zu seiner geäußerten Kritik am Hilfsprogramm aus. Die aktuelle Lösung bezeichnete er als „noch nicht umfassend befriedigend“. Weiß versprach, sich für finanzielle Nachbesserungen beim Hilfspaket einzusetzen, sollten diese notwendig werden.

Das Ortenau Klinikum sieht Keller so gut dies möglich ist auf die Herausforderungen der Corona-Krise vorbereitet. Insgesamt seien eine Vielzahl an Betten für zusätzlich Erkrankte frei gemacht worden. Die Anzahl der Beatmungsplätze konnte von 39 auf 99 ausgebaut werden. „Damit sind wir landesweit ganz vorne mit dabei, was die Anzahl der zusätzlich geschaffenen Beatmungsplätze betrifft“, berichtete Keller. Zudem würden die Mitarbeiter intensivmedizinisch geschult, um für die Pandemie-Welle vorbereitet zu sein. „Die Anstrengungen, die im Ortenau Klinikum unternommen werden, sind vorbildlich. Es ist beruhigend zu wissen, dass die Krankenhäuser gut vorbereitet sind“, lobte Weiß.

Auch befindet sich das Ortenau Klinikum im Kontakt mit Reha-Einrichtungen, die als Ersatzkrankenhäuser für leichter Erkrankte vorgesehen sind, sollte es im Rahmen der Corona-Krise notwendig werden. „Die Ausweitung der Schutzschirm auf die Reha-Einrichtungen war eine sinnvolle Zusatzmaßnahme, da diese den zu befürchtenden Patientenanstieg in Teilen mit auffangen können“, so Keller. Bundestagsabgeordneter Peter Weiß berichtete, dass er in Berlin lange für die Erweiterung des Schutzschirms kämpfen musste. „Ich freue mich sehr, dass ich mich habe durchsetzen können“, so Weiß weiter. Abschließend vereinbarten beide Gesprächspartner in Kontakt zu bleiben, um aus der Praxis heraus weitere Verbesserungen für die Krankenhäuser in Berlin anregen zu können.