Peter Weiß erfreut über Bürgermeister-Initiative

22 Kommunen für stambulantes Modell

Bundestagsabgeordneter und CDU-Sozialexperte Peter Weiß freut sich über den Unterstützerbrief der Bürgermeister-Initiative für ambulantisierte Hausgemeinschaften. Nachdem sich 22 Bürgermeister aus Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und dem Saarland in ihrer Forderung zusammenschlossen, erklärte Weiß: „Das Modellvorhaben zur Verschränkung von ambulanter und stationärer Pflege, wie es in Wyhl a.K. erprobt wird, ist überzeugend. Daher freue ich mich, dass mittlerweile 22 Bürgermeister aus Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und dem Saarland dieses Modell in ihren Gemeinden ebenfalls umsetzen wollen.

Peter Weiß, der in der Projektgruppe zur Erarbeitung des Wyhler Modells selbst mitgearbeitet hat, will für weitere Vorhaben dieser Art eine gesetzliche Grundlage schaffen. In dem von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn vorgestellten ersten Arbeitsentwurf für eine Pflegereform findet sich eine solche Gesetzesgrundlage. Wie der Abgeordnete den Bürgermeistern auf ihren Brief jetzt mitgeteilt hat, ist in Berlin aber die Umsetzung dieses Projekts noch vor den Bundestagswahlen höchst umstritten, da die SPD das System der Gesamtfinanzierung der Pflegeversicherung verändern will. „So etwas ist jedoch nicht in wenigen Wochen zu machen“, schreibt Peter Weiß. Er will daher die Idee der 22 Bürgermeister aufgreifen, die neuen Regeln für Wohngemeinschaften eventuell in einem eigenen Gesetz abgekoppelt von der Pflegereform einzuführen. Dafür werbe er derzeit um Unterstützung, berichtet Peter Weiß.

In Wyhl a.K. läuft seit mehreren Jahren im Haus Rheinhaue ein Pflege-Modellprojekt: Die Konzeption „stambulant“ vereint das Beste aus der stationären mit dem Besten aus der ambulanten Versorgung. So garantiert das Wohnen in einer Hausgemeinschaft beispielsweise Sicherheit durch die Pflegekräfte vor Ort, wobei gleichzeitig durch die ambulante Versorgungssystematik Leistungen nach Bedarf und Bedürfnis individuell vereinbart werden. Eine moderne Versorgungskonzeption, die noch dazu die Pflegekräfte in ihrer Qualifizierung fordert und die Ausübung des Berufes attraktiver macht. Und ganz nebenbei wird der vom Bewohner zu tragende Eigenanteil um bis zu 800 Euro pro Monat gesenkt. Dieses Modellprojekt konnte aber bislang nicht auf andere Standorte ausgeweitet werden, weil dafür erst eine gesetzliche Grundlage geschaffen werden muss. Peter Weißhatte auf Landes- sowie Bundesebene dafür geworben, nach der Modellphase das Konzept „stambulant“ auch gesetzlich auf Dauer zu verankern.