Peter Weiß: Fessenheim 2 wird Thema der deutsch-französischen Beratungen

Die Entscheidung über das Wiederanfahren des Reaktorblocks 2 des Atomkraftwerks Fessenheim wird Thema der nächsten Sitzung der Deutsch-Französischen Kommission für Fragen der Sicherheit kerntechnischer Einrichtungen (DFK) im Juni 2018 sein. Das hat Bundestagsabgeordneter Peter Weiß auf Nachfrage beim Bundesumweltministerium erfahren. Am 12. März 2018 hatte die französische Atomaufsichtsbehörde Autorité de sûreté nucléaire (ASN) den Weiterbetrieb des Reaktorblocks genehmigt, der zuvor im Juli 2016 wegen Sicherheitsbedenken abgeschaltet worden war.

„Angesichts des Bekenntnisses der französischen Regierung zur Schließung des Pannenrektors Fessenheim, ist das erneute Anfahren des Reaktorblocks 2 für mich unverständlich. Ich freue mich daher, dass das Bundesumweltministerium nochmals die Grundlagen für diese Entscheidung zum Gegenstand der deutsch-französischen Beratungen macht“, so der Bundestagsabgeordnete.

In einem Schreiben an die neue Bundesumweltministerin Svenja Schulze hatte der Bundestagsabgeordnete seine Sorgen über die Wiederinbetriebnahme des Kraftwerksblocks 2 geäußert. Hintergrund sind Unregelmäßigkeiten in der Fertigung der Stahlschmiede, welche auch den Dampferzeuger in Block 2 des Atomkraftwerks gefertigt hat.