Peter Weiß im Gespräch mit den Geschäftsführern der Jobcenter Emmendingen und Ortenau

Vorbereitungen laufen auf Hochtouren

Mit dem nun verabschiedeten Sozialschutz-Paket wurde der Zugang zu zahlreichen Sozialleistungen erleichtert. Im Rahmen einer Telefonkonferenz mit den Geschäftsführern des Jobcenters Emmendingen und der Kommunalen Arbeitsförderung Ortenaukreis (KOA) informierte sich Bundestagsabgeordneter Peter Weiß (CDU) über die Zahl der Anträge und deren Bearbeitung.

„Es gibt einen Anstieg an neuen Anträgen auf SGB-2-Leistungen, aber bislang ist das noch überschaubar“, schilderte Armin Mittelstädt, Geschäftsführer der KOA. Sein Emmendinger Pendant Heinz Disch vom Jobcenter berichtete ähnliches: „Antragsaufkommen und die Telefonanrufe haben zugenommen, aber wir erwarten die große Welle in den nächsten zwei bis drei Wochen.“ In beiden Jobcentern werden die Arbeitsvermittler in der Leistungssachbearbeitung geschult, um bei dem erwarteten Anstieg an Anträgen auf SGB-2-Leistungen aushelfen zu können. „Aktuell verbringen wir viel Zeit mit der internen Arbeitsorganisation, um bestmöglich auf einen Ansturm vorbereitet zu sein“, so Mittelstädt.  Die bisher eher geringe Anzahl sei unter anderem darauf zurückzuführen, dass die Nachricht von der vereinfachten Leistungsprüfung für Solo-Selbstständigen noch nicht sehr stark kommuniziert wurde.

„Wie heißt es so schön: Gute Vorbereitung ist die halbe Miete. Das dürfte auch in diesem Fall zutreffen. Daher ist es vorbildlich und ein Zeichen eines gut funktionierenden Sozialsystems, wenn bereits vorausschauend Kapazitäten aufgebaut werden, um Anträge auf Sozialleistungen schnellstmöglich bearbeiten zu können“, so Weiß.

Um das eigene Personal vor einer Corona-Infektion zu schützen, wurden verstärkt Home-Office-Plätze geschaffen. „Rund 20 Prozent der Belegschaft arbeiten bereits von zu Hause“, erklärte Mittelstädt. Ähnliches schilderte Disch und fügte an: „Leider funktioniert die Technik nicht immer einwandfrei.“

Abschließend verabredeten die Gesprächspartner, sich in zwei bis drei Wochen erneut auszutauschen. Dann nämlich erwarten die Arbeitsmarktexperten eine sichtbar verstärkte Nachfrage nach Unterstützungsleistungen.