Peter Weiß informiert sich über die Arbeit der Lebenshilfe im Kinzig- und Elztal e.V.

Sprachen über die Folgen der Corona-Pandemie und Zukunftsthemen der Lebenshilfe im Kinzig- und Elztal e.V.:  (v.l.n.r.) Technischer Leiter und Prokurist Berthold Schätzle, Bundestagsabgeordneter Peter Weiß, stellvertretender Geschäftsführer Martin Schmid und der Vorsitzende Karl Burger.

HASLACH. Bundestagsabgeordneter Peter Weiß hat dem Verein Lebenshilfe im Kinzig- und Elztal und der angeschlossenen Werkstatt für Menschen mit Behinderungen, einen Besuch abgestattet. Dabei informierte sich Weiß bei dem Vorsitzenden des Vereins, Karl Burger, dem stellvertretenden Geschäftsführer, Martin Schmid und dem technischen Leiter und Prokuristen Berthold Schätzle über die Herausforderungen für den Verein in Zusammenhang mit der fortwährenden Corona-Krise. Darüber hinaus sprach man auch über weitere wichtige Themen für den Verein in der Zukunft.

„Die Pandemie hat uns alle getroffen, den einen stärker, den anderen milder. Mir ist es wichtig, mich über die Situation der Schwächsten in unserer Gesellschaft zu informieren. Und das sind, neben Kindern, auch Menschen mit Behinderungen. Daher haben wir die Einrichtung für Menschen mit Behinderungen unter einen besonderen Schutzschirm gestellt“, berichtet Peter Weiß.

Die Führung der Lebenshilfe im Kinzig- und Elztal e.V. erklärte dem Bundestagsabgeordneten, dass die Krise sie in Sachen Gesundheitsschutz nicht ganz unvorbereitet getroffen habe. „Noch vor dem durch Bundeskanzlerin Merkel bekannt gegebenen Lockdown am 12.03.2020 wurde die sich auch in Deutschland abzeichnende Pandemie im Leitungskreis am 28.02.2020 erstmals erörtert und umfassende Schutzmaßnahmen getroffen. Es folgten nahezu tägliche Zusammenkünfte, um die Situation in Bezug auf die Einrichtungen der Lebenshilfe im Kinzig- und Elztal jeweils neu zu bewerten und entsprechende Maßnahmen zu treffen.“

Die Krise sei insbesondere eine hohe psychische Belastung für die Bewohner ihrer Einrichtungen gewesen. Die besonderen Besuchsregelungen und Kontaktbeschränkungen wären den Betroffenen teilweise schwer vermittelbar gewesen. Dennoch sei man ansonsten bislang weitestgehend gut durch die Krise gekommen.

Peter Weiß würdigte die enormen Belastungen, die mit dem Lockdown verbunden sind. „Ich weiß, die Kontaktbeschränkungen waren für uns alle sehr schwer. Sie waren zur Unterbrechung von Infektionsketten und damit der Eindämmung der Pandemie aber absolut notwendig. Jetzt sind wir auf einem guten Weg, sodass die Beschränkungen in weiten Teilen wieder gelockert werden konnten“, führte Weiß aus.

Die Zukunftspläne der Lebenshilfe sollen durch die Krise nicht aufgeschoben werden, erklärte Vorsitzender Karl Burger. Die Lebenshilfe im Kinzig- und Elztal e.V. müsse neue Kapazitäten, sprich neue Einrichtungen, schaffen, da ein Teil der Wohnhäuser der Lebenshilfe nicht mehr den Vorgaben der Landesheimbau-Verordnung entsprechen. Das stelle für einen Verein eine durchaus große Belastung dar, man befinde sich aber auch hier auf einem guten Weg. Inzwischen sind drei Neubauten im Kinzig- und Elztal in Planung.

„Die Landesheimbauverordnung hat zu massiven Verschiebungen und Engpässen für die betroffenen sozialen Einrichtungen geführt. Leider wurden die Betroffenen bei der Erarbeitung des Landesgesetzes nicht ausreichend berücksichtigt“, schließt Bundestagsabgeordneter Peter Weiß. Dennoch sei er optimistisch, dass man eine zufriedenstellende Lösung für alle finden könne.