Peter Weiß informiert sich über geplanten Radweg zwischen Biederbach-Tannhöf und Biederbach-Kirchhöf

Vor rund zwei Jahren war CDU-Bundestagsabgeordneter Peter Weiß zu einem Antrittsbesuch bei Bürgermeister Rafael Mathis nach Biederbach gekommen. Eines der Themen: Der Bau eines Geh- und Radweges entlang der L101 zwischen den Ortsteilen Tannhöf und Kirchhöf. Der Bundestagsabgeordnete hatte sich daraufhin mit der Bitte um Unterstützung des Projekts an Landesverkehrsminister Winfried Hermann gewandt und eine abschlägige Antwort erhalten. Nun hat die Gemeinde eine Machbarkeitsstudie vorgelegt. Bei einem Vor-Ort-Besuch konnte sich Peter Weiß bei Bürgermeister Rafael Mathis über den aktuellen Stand in Sachen Radweg informieren. Gleichzeitig konnte er berichten, dass in einem Gespräch mit Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer, diese eine Finanzierung des Radwegs zugesagt hat. Strittig ist noch die Trassenführung.

Bürgermeister Mathis legte dar, dass der vorhandene Radweg aktuell am Ortsteil Tannhöf ende, sodass die Radfahrer auf dem Weg nach Kirchhöf gezwungen seien, auf der Landstraße weiterzufahren. Dies betreffe sowohl die Anwohner, als auch Touristen und sorgt auf Grund der kurvigen und engen Fahrbahn immer wieder für gefährliche Verkehrssituationen.

„Nachdem der geplante Radweg zwischen Biederbach-Tannhöf und Biederbach-Kirchhöf aufgrund eines teilweise parallel verlaufenden Radwegs zwischen Biederbach-Tannhöf und Finsterbach nicht genehmigt wurde, haben wir, die Gemeinde Biederbach, im Rahmen einer Machbarkeitsstudie alternative Lösungsmöglichkeiten erarbeitet“, fasst Bürgermeister Mathis die Entwicklungen und die Arbeit der vergangenen Monate zusammen. „Die Machbarkeitsstudie von Juni 2020 beinhaltet auch eine Gegenüberstellung der Kosten der verschiedenen Varianten. Die vom Verkehrsministerium präferierte parallele Strecke führt über den Mersberg und wird aufgrund der schlechter zu befahrenden Straße, dem Mehr an zurückzulegenden Höhenmeter sowie der erschwerten Kontrollmöglichkeit aufgrund der Streckenführung durch bewaldetes Gebiet bereits jetzt wenig frequentiert.“

„Bei Betrachtung der Lage wird schnell deutlich, dass eine ausschließliche Umwandlung des bestehenden Weges weder die vom Verkehrsministerium landesweit geforderten Qualitätsstandards erfüllen würde, noch entspräche die Wegführung durch die hohe Steigung den Empfehlungen für Radverkehrsanlagen. Auch die Teilorte Hölzberg und Dentersberg wären hierbei nicht an das Radwegenetz angeschlossen“, beurteilte Peter Weiß die Ergebnisse der Studie. „Ich werde nun erneut das Gespräch mit Regierungspräsidentin Schäfer suchen, um für das bestmögliche Radwegkonzept für die Bewohner des Biederbachtals zu werben.“

 

Biederbachs Bürgermeister Rafael Mathis (links) und Bundestagsabgeordneter Peter Weiß begutachten die von der Gemeinde präferierte Variante des Radwegs. Ausgehend vom Sportplatz des SV Biederbach könnte der Radweg zwischen Landstraße L101 und Biederbach hoch in Richtung Kirchhöf führen.