Peter Weiß informiert sich zu Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Arbeitsmarkt

Zu einem Austausch über die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den lokalen Arbeitsmarkt traf sich CDU-Bundestagsabgeordneter Peter Weiß (links) mit dem Vorsitzenden der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit, Christian Ramm (rechts). Dabei nutzte der Bundestagsabgeordnete auch die Gelegenheit, um dem scheidenden Agenturchef für die jahrelange, gute Zusammenarbeit zu danken.

 

Die Corona-Krise hat auch auf dem Arbeitsmarkt im Bezirk der Freiburger Agentur für Arbeit, zu dem die Landkreise Breisgau-Hochschwarzwald und Emmendingen sowie die Stadt Freiburg gehören, deutliche Spuren hinterlassen. „Bislang gibt es kaum Entlassungen, aber die Arbeitslosigkeit ist im April um 16,9 Prozent im Vergleich zum Vormonat angestiegen. Das ist der stärkste Anstieg seit 1952“, berichtete der Vorsitzende der Geschäftsführung der Freiburger Agentur für Arbeit, Christian Ramm, im Gespräch mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Peter Weiß. Die gestiegenen Arbeitslosenzahlen seien auf drei Faktoren zurückzuführen:  die Aussetzung von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, ein Rückgang bei der erfolgreichen Vermittlung in Arbeit sowie die ausbleibende Verlängerung von befristeten Verträgen.

„Die geringe Anzahl an Entlassungen zeigt deutlich, dass die Firmen versuchen ihre Fachkräfte zu halten. Hier leistet die Politik durch die Auszahlung von Kurzarbeitergeld einen wesentlichen Beitrag zur Sicherung der Arbeitsplätze“, so Weiß, dessen Emmendinger Teil des Wahlkreises zum Agenturbezirk Freiburg gehört. Das zeigt sich auch in den Zahlen der Freiburger Agentur für Arbeit. „Bislang ist für rund 86.000 Arbeitnehmer Kurzarbeitergeld angezeigt. Das ist ein Drittel aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigter im Agenturbezirk“, erklärte Agenturchef Ramm. Dabei ist zwischen Anzeige und Beantragung zu unterscheiden. Beantragt haben rund 58.000 Arbeitnehmer das Kurzarbeitergeld, also rund zwei Drittel der angezeigten Kurzarbeit. Bundestagsabgeordneter zeigte sich angesichts dieser Zahlen überrascht: „In der Finanz- und Kapitalmarktkrise wurde nur etwa ein Drittel der angezeigten Kurzarbeit auch tatsächlich ausbezahlt. Das nun rund zwei Drittel der angezeigten Kurzarbeit auch in Anspruch genommen wird, zeigt die Dimension der Herausforderung für den Arbeitsmarkt“, so der Bundestagsabgeordnete, der in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion die Themen Arbeit und Soziales verantwortet. Allerdings gibt es auch erste Anzeichen für eine Entspannung. „Der große Ansturm war Mitte April“, führte Ramm aus.

Weiß nutzte das Treffen auch, um sich bei dem scheidenden Agenturchef für die jahrelange gute Zusammenarbeit zu danken. Insbesondere für den Einsatz von Ramm bei der Schaffung eines deutsch-französischen Arbeitsmarktes gab es Anerkennung und Dank von Seiten des Bundestagsabgeordneten. „Christian Ramm hat durch seine Arbeit zunächst in der Agentur für Arbeit Offenburg später als Chef der Agentur für Arbeit in Freiburg maßgeblich die Arbeitsmarktpolitik in der Region am südlichen Oberrhein mitgestaltet“, betonte Peter Weiß. Vor allem auch die vertrauensvolle Zusammenarbeit und schnelle Information der Abgeordneten haben ihn ausgezeichnet.