Peter Weiß – Keine Angst vor Insolvenzwelle

CDU-Bundestagskandidat Yannick Bury und Bundestagsabgeordneter Peter Weiß im Gespräch mit den lokalen Banken und Sparkassen

Kurzfristig drohe der Wirtschaft im Ländle kein außerordentlicher Anstieg an Unternehmensinsolvenzen. Das war der Konsens unter den Bankvorständen zwischen Offenburg und Freiburg bei einer Videokonferenz, zu der Bundestagsabgeordneter Peter Weiß zusammen mit seinem Nachfolgekandidaten Yannick Bury einlud. Bereits vor einem Jahr, zu Beginn der Pandemie, tauschten sich die Finanzexperten mit Peter Weiß aus. Letzterer konnte sich daraufhin erfolgreich für eine Laufzeitverlängerung der KfW-Hilfskredite einsetzen.

Der Vorstandsvorsitzende einer Sparkasse wies auf bedeutende Verschiebungen auf dem Arbeitsmarkt hin. Eine große Anzahl an Arbeitnehmern habe krisenbedingt den Arbeitgeber gewechselt, worunter die ohnehin schon gebeutelte Gastronomie besonders leide. Ungeachtet aller Corona-Verwerfungen sei die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank allerdings die mit Abstand größte Herausforderung seiner Zunft.

Der Vorstandsvorsitzende eines weiteren öffentlich-rechtlichen Instituts berichtete kurz über die Hindernisse einer Bankenfusion in Pandemiezeiten und hob die Herausforderungen im ländlichen Raum hervor. Mit dem Wegfall von Einkaufsmöglichkeiten leide die Attraktivität von kleinen Gemeinden und Städten sehr.

Dem pflichteten Genossenschaftsbanker bei. Wichtig für die Zukunft der Innenstädte sei für sie, inwiefern die Konsumenten an ihren gesteigerten Onlinekäufen in Zukunft festhielten oder wieder in die Läden zurückkehrten. Sie schilderten auch, dass metallverarbeitende Betriebe mitunter schlagartig durch die Lieferengpässe in der Halbleiterindustrie getroffen wurden.

Ein nördlicher Bankenvertreter des Bundestagswahlkreises Emmendingen-Lahr bedachte eine außergewöhnliche Entwicklung der vergangenen Jahre. Die von Jahr zu Jahr stark steigenden Grundstücks- und Baupreise würden Dimensionen erreichen, die die Anzahl der kreditwürdigen Bauinteressenten zusehends schmälern und dadurch das Neugeschäft der Banken negativ beeinflussen würden.

Nach einer Rückfrage von Peter Weiß hinsichtlich des Anlageverhaltens der Kunden berichtete ein Volksbankchef vom positiven Trend, dass jüngere Kunden weniger vor langfristigen Aktieninvestments zurückschrecken als dies in der Vergangenheit der Fall war. Diese Entwicklung werde jedoch doch bürokratische Verordnungen gebremst. Manch ein Kunde wandere ob der immensen Beratungsdokumentation ins Internet ab.

CDU-Bundestagskandidat Yannick Bury und Bundestagsabgeordneter Peter Weiß zeigten sich froh über die positive konjunkturelle Einschätzung im Südwesten. Weiß teilte mit, sich in Berlin insbesondere für die Herausforderungen zur Erhaltung der Attraktivität der Innenstädte einzuschätzen.

Bildunterschrift: Die Teilnehmer des Bankengesprächs waren (v.l.n.r.) Martin Seidel (Sparkasse Kinzigtal), Martin Heinzmann (Volksbank Mittlerer Schwarzwald), Bundestagsabgeordneter Peter Weiß, Helmut Becker (Sparkasse Offenburg/Ortenau), Marcel Thimm (Sparkasse Freiburg), Fritz Schultis (Volksbank Breisgau Nord), Oliver Broghammer (Volksbank Mittlerer Schwarzwald), Peter Rottenecker (Volksbank Lahr) sowie CDU-Bundestagskandidat Yannick Bury.