Peter Weiß: Kurvenlärm auf Kaiserstuhlbahn ist unzumutbar

Bundestagsabgeordneter fordert schnelle Nachbesserung

Der Kurvenlärm auf der Kaiserstuhlbahn Ost beschäftigt auch den CDU-Bundestagsabgeordneten Peter Weiß. Eine Kostprobe der Geräuschkulisse bekam der Bundestagsabgeordnete bei einem Besuch in einer Endinger Privatwohnung. Sein Fazit: „Die lauten Quietschgeräusche sind für die Anwohner absolut unzumutbar. Hier muss dringend nachgebessert werden.“ Weiß will deshalb nicht erst die Ergebnisse des runden Tischs Ende Oktober abwarten, sondern hat sich mit einem Schreiben an den baden-württembergischen Verkehrsminister Winfried Hermann gewandt.

„Das ganze Projekt Breisgau-S-Bahn 2020 steht seit seinem Start im Dezember 2019 unter keinem guten Stern. Nun auch noch die massiv gestiegene Lärmbelastung der Anwohner. Hinzu kommen Zugausfälle, die dazu führen, dass die überfüllten Waggons in Zeiten der Corona-Pandemie eher einer Sardinenbüchse ähneln. Es ist dringend notwendig, dass sich die Situation auf den Strecken der Breisgau-S-Bahn verbessert. Eine Lösung für die Lärmproblematik auf der Kaiserstuhlbahn wäre hier zumindest ein guter Anfang“, so der Abgeordnete weiter.

Notfalls müsste das Land als Auftraggeber für den Personennahverkehr von der DB-Regio verlangen, dass das eingesetzte Zugmaterial nachgerüstet wird. „Wir haben die Elektrifizierung der Breisgau-S-Bahn und die Umstellung von dieselgetriebenen Fahrzeugen auf umweltfreundliche Elektrofahrzeuge nicht beschlossen, damit es anschließend lauter, sondern leiser wird“, erklärt Peter Weiß. Der Abgeordnete weist darauf hin, dass der Bund den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs mittlerweile mit 75 Prozent fördert. Als Bundestagsabgeordneter erwarte er, dass diese Mittel auch optimal und bürgerfreundlich eingesetzt werden.