Peter Weiß: „“Two-in-One-Modell“ bei Schaeffler findet adäquate Antwort auf Fachkräftemangel“

Tauschten sich über Bildungsangebote bei Schaeffler aus (v.r.n.l.): Martin Burkhardt (Ausbildungsleiter), Kerstin Kylau (Personalleiterin), Heino Lipps (Werkleiter Industrie), Mark Albrecht (Werkleiter Automotive), Volker Barthruff (Betriebsratsvorsitzender), Bundestagsabgeordneter Peter Weiß (CDU), Stefan Gißler, Adrian Huber, Lukas Himmelsbach, Timo Stoll und Yannik Wälde (Two-in-One-Studenten).

Eine duale Berufsausbildung machen und gleichzeitig ein volles Hochschulstudium absolvieren- geht das? Mit dem neuen „Two-in-One-Modell“ haben Auszubildende des globalen Automotive- und Industriezulieferers Schaeffler in Lahr jetzt den Beweis erbracht, dass junge Menschen eine solche Herausforderung meistern können. Bundestagsabgeordneter Peter Weiß traf sich mit den Auszubildenden, die gleichzeitig Studenten sind, zu einem Erfahrungsaustausch. Michael Burkhardt, Ausbildungsleiter des Schaeffler-Standortes Lahr, stellte das breite Portfolio vor, welches das Unternehmen hier bietet. Genauer ging er hierbei auf das sogenannte „Two-in-One-Modell“ ein, das neben dem Standort in Lahr auch an weiteren Standorten der Schaeffler-Gruppe angewendet wird.

Bei dem „Two-in-One-Modell“ handelt es sich um eine Kombination von Studium und dualer voller Berufsausbildung. Anders als etwa bei einem dualen Studium, wird hier neben dem eigentlichen Studium auch eine Ausbildung absolviert. So ergibt sich beispielsweise die Möglichkeit, dass neben dem Maschinenbaustudium die Ausbildung zum Industriemechaniker gemacht werden kann. „Damit haben die Studenten bzw. Auszubildenden was ihre berufliche Zukunft anbelangt, alle Karten in der Hand“, so Weiß.

Darüber hinaus informierte sich der Arbeitsmarktexperte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion auch bei den Studenten über die vielen Vorteile, die das bei Schaeffler praktizierte „Two-in-One-Modell“ bieten. „Die Tatsache einen sicheren Ausbildungs- und späteren Arbeitsplatz samt Gehalt zu haben ist schon von enormen Vorteil gegenüber unseren Kommilitonen, insbesondere dualen Studenten, wir sind einfach unabhängiger“, so Lukas Himmelsbach, der sich im letzten Jahr befindet und einer der ersten „Two-in-One“-Studenten gewesen ist. Seine Kollegen stimmten dieser Aussage zu.

Weiß resümiert am Ende des rund eineinhalbstündigen Gespräches: „Der Fachkräftemangel in Deutschland stellt für die Zukunft ein enormes Problem dar, welches wir bereits über gesetzgeberische Maßnahmen wie dem Fachkräfteeinwanderungsgesetz einzudämmen versuchen. Wichtig ist aber auch die Eigeninitiative der Unternehmen. Das „Two-in-One-Modell“ bei Schaeffler findet eine adäquate Antwort auf den Fachkräftemangel, wie ich selbst sehen konnte.“ Neue Modelle für die Berufsbildung will der Abgeordnete künftig im Berufsbildungsgesetz absichern.