Peter Weiß zum Arbeitsmarkt: „Bin vorsichtig optimistisch“

CDU-Bundestagsabgeordneter zum Antrittsbesuch beim neuen Leiter der Freiburger Arbeitsagentur

Vorsichtig optimistisch in Bezug auf den regionalen Arbeitsmarkt zeigte sich CDU-Bundestagsabgeordneter Peter Weiß (rechts) nach seinem Antrittsbesuch beim neuen Vorsitzenden der Geschäftsführung der Freiburger Agentur für Arbeit Andreas Finke (links). Zentrales Thema war die Auswirkung der Corona-Pandemie auf den Arbeitsmarkt.

Die Corona-Pandemie hat nach vielen Jahren des Aufschwungs der Wirtschaft und dem Arbeitsmarkt einen Dämpfer verpasst. Entsprechend waren Kurzarbeitergeld, Ausbildung und Arbeitslosigkeit die zentralen Gesprächsthemen über die sich CDU-Bundestagsabgeordneter Peter Weiß mit dem neuen Vorsitzenden der Geschäftsführung der Freiburger Agentur für Arbeit Andreas Finke austauschte. Am Ende seines Antrittsbesuches hielt der CDU-Parlamentarier fest: „Ich bin vorsichtig optimistisch, dass wir die Talsohle auf dem regionalen Arbeitsmarkt erreicht haben und es nun langsam wieder bergauf geht.“ Damit das so bleibt, ist es aus Sicht des Abgeordneten wichtig, dass die Wirtschaft wieder Schwung aufnimmt und eine zweite Corona-Welle verhindert wird.

Im Gespräch mit Peter Weiß berichtete der Freiburger Agenturchef, dass es mittlerweile kaum noch zusätzliche Anzeigen von Kurzarbeit gebe. Nichtsdestotrotz ist der Bestand nach wie vor hoch: „Für rund 31 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Landkreis Emmendingen ist Kurzarbeit angezeigt worden“, so Finke, der sich als Leiter der Freiburger Arbeitsagentur auch für den Landkreis Emmendingen verantwortlich zeichnet.

Die zuletzt nur noch leicht gestiegene Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk Freiburg sei vor allem auf zwei Faktoren zurückzuführen: ein Rückgang bei der erfolgreichen Vermittlung in Arbeit sowie die ausbleibende Verlängerung von befristeten Verträgen. „Wir haben quasi keine Zugänge aus unbefristeter Beschäftigung in Arbeitslosigkeit. Allerdings stellen die Unternehmen momentan kaum neues Personal ein“, berichtete Finke. Während vor der Corona-Krise jeden Monat etwa 1500 offene Stellen gemeldet wurden, sind es aktuell nur noch zwischen 400 bis 500 unbesetzte Arbeitsplätze. Das zeige sich auch bei der Ausbildung: „Wir haben nach vielen Jahren wieder einmal die Situation, dass wir mehr unversorgte Bewerber als offene Ausbildungsplätze haben“, führte der Agenturchef aus. „Diese Entwicklung beunruhigt mich sehr, denn wir müssen schon heute die Fachkräfte von morgen ausbilden. Deshalb hat die Bundesregierung auch die Ausbildungsprämie beschlossen, die hier gegensteuern soll“, so der Bundestagsabgeordnete. Weiß kann sich durchaus auch eine Übernahmeprämie vorstellen, da sich die Folgen der Corona-Pandemie besonders stark bei der Einstellung von Absolventen eines Studiums oder einer Berufsausbildung bemerkbar machten.