Südbadische CDU-Bundestagsabgeordnete im Austausch mit Handwerkskammer Freiburg zur Corona-Pandemie

Wie geht es den Handwerksbetrieben im Kammerbezirk Freiburg und wo gibt es noch Handlungsbedarf? Darüber haben sich die Südbadischen CDU-Bundestagsabgeordneten Peter Weiß, Matern von Marschall, Felix Schreiner sowie Armin Schuster mit dem Präsidium und der Geschäftsleitung der Handwerkskammer Freiburg ausgetauscht.

„Wir sind dankbar für die Unterstützung durch die Bundesregierung und guten Mutes, dass wir die Krise gemeinsam meistern können“, so Handwerkskammerpräsident Johannes Ullrich gleich zu Beginn der Videokonferenz. Über mehrere Wochen haben 50 Mitarbeiter bis zu 1000 Telefonate täglich geführt und Anträge auf Soforthilfe auch in Wochenendschichten bearbeitet. „Knapp ein Drittel unserer Mitgliedsbetriebe hat bislang einen Antrag auf Soforthilfe gestellt“, so Handirk von Ungern-Sternberg, Mitglied der Geschäftsleitung. Zudem seien die einzelnen Branchen sehr unterschiedlich betroffen. Während Friseure und Kosmetiker durch die Schließungsanordnungen in große Schwierigkeiten geraten seien, konnte die Bau- und Ausbaubranche in weiten Teilen weiterarbeiten. Mittelständischen Unternehmen müssen nun aber vor bürokratischen Hürden geschützt werden. „Die Hygienemaßnahmen zur Verhinderung einer weiteren Ausbreitung des Virus sind wichtig. Diese müssen aber gerade für kleine und mittlere Unternehmen realisierbar sein“, betont Christof Burger, Vizepräsident der Kammer.

„Eine gute Maßnahme zur Sicherung von Liquidität ist die Änderung bei der Verlustverrechnung“, so von Ungern-Sternberg. Von der Corona-Pandemie betroffene Unternehmen können damit leichter ihre Steuervorauszahlungen mit aktuellen Verlusten verrechnen.

Zugleich sahen die Handwerker noch Handlungsbedarf an der einen oder anderen Stelle. „Die Rückzahlung von gestundeten Beiträgen sollte so lange wie möglich gestreckt werden“, so Präsident Johannes Ullrich. Ansonsten könnte es passieren, dass Betriebe auch nach dem Neustart der Wirtschaft schließen müssten, da zu viele Forderungen gleichzeitig erfüllt werden müssen. Wichtig sei auch eine baldige Normalisierung an den Grenzen zu Frankreich und der Schweiz. „Die aktuellen Einreisebestimmungen erschweren eine Auftragswahrnehmung in der Schweiz oder Frankreich sehr“, so Ullrich. Die Abgeordneten versprachen, die Anliegen nach Berlin zu tragen. „Wir haben in den vergangenen Wochen zahlreiche Hilfsmaßnahmen auf den Weg gebracht. Jetzt gilt es zu evaluieren und anschließend dort nachzusteuern, wo noch Handlungsbedarf besteht. Der regelmäßige Austausch zwischen Politik und Wirtschaft hilft dabei, etwaige Lücken oder Probleme zu identifizieren und dann nachzujustieren“, so CDU-Bundestagsabgeordneter Weiß abschließend.