Trend der Neuinfektionen im Ortenaukreis zeigt nach unten

Telefonkonferenz mit Ordnungsdezernent Reinhard Kirr, Gesundheitsamtsleiterin Evelyn Bressau und Bundestagsabgeordneten Peter Weiß

Bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie kommt den Gesundheitsämtern eine zentrale Rolle zu. Über die aktuelle Situation im Ortenaukreis informierten Ordnungsdezernent Reinhard Kirr und Gesundheitsamtsleiterin Evelyn Bressau, die Bundestagsabgeordneter Peter Weiß zu einem telefonischen Austausch mit den CDU-Ortsvorsitzenden eingeladen hatte.

Eine gute Nachricht überbrachte Ordnungsdezernent Reinhard Kirr gleich zu Beginn: „Die Fallzahlen sind aktuell recht überschaubar.“ Die Zahl der aktiven Fälle bewege sich seit einigen Tagen unter 200 Personen. „Die Zahlen sind immer mit einiger Unsicherheit verbunden, aber der Trend bei den Neuinfektionen zeigt nach unten“, fügte die Leiterin des Ortenauer Gesundheitsamts Evelyn Bressau an.

Auch an anderen Stellen hat sich die Situation gebessert. „Mittlerweile haben wir einen guten Bestand an Schutzkleidung“, so Kirr. Zwar habe es durchaus Mangelverwaltung gegeben, aber in den vergangenen Wochen musste niemand in Pflege, Arztpraxen oder Krankenhäusern komplett ohne Schutzausrüstung auskommen. Zudem konnte die Zahl der verfügbaren Beatmungsplätze um fast das Dreifache erhöht werden.

„Die Testkapazitäten wurden ebenfalls massiv von 60 auf 200 Test täglich ausgeweitet und der Ausbau geht weiter“, erklärte Ordnungsdezernent Kirr. Lange Zeit habe man sich deshalb auf systemrelevante Berufe, Urlaubsrückkehrer und Risikogruppen konzentriert. Mittlerweile seien die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte dazu übergegangen, auf die Priorisierung zu verzichten, wie Evelyn Bressau berichtete. Es gebe zwischenzeitlich ausreichend Tests.

Die Leiterin des Gesundheitsamtes betonte, dass die Tests jeweils nur eine Momentaufnahme für den jeweiligen Tag seien. „Ein negativer Test sagt erstmal nichts darüber aus, ob ich nicht später doch Symptome entwickle“, so Bressau. Aktuell sind etwa zehn Prozent der täglichen Tests positiv.

Bundestagsabgeordneter Peter Weiß fragte bei Dezernent Reinhard Kirr nach, wie bislang die Regelungen zum Tragen von Mundschutz beim Einkaufen und öffentlichen Nahverkehr eingehalten würden. „Uns liegen keine nennenswerten Verstöße vor“, führte der Ordnungsdezernent aus. „Das ist ein gutes Zeichen. Weitere Lockerungsmaßnahmen werden nämlich maßgeblich davon abhängen, wie sich die Bürger verhalten und ob Anzahl der Neuinfektionen beherrschbar bleibt“, so der Bundestagsabgeordnete.