Weiß und Bury entsetzt über neue Verschiebung der Elztalbahn

Sonderprüfung des Bundesrechnungshofs gefordert
 
Mit dem schon einmal verschobenen Start der neuen, elektrifizierten Elztalbahn zum 1. Juni 2021 wird es voraussichtlich nichts werden. Aus Sicht des Bundestagsabgeordneten Peter Weiß und des CDU-Kreisvorsitzenden Yannick Bury, der im Herbst dieses Jahres neu für den Bundestag kandidiert, reiht sich diese neuerliche Verzögerung der Elztalbahn in eine ganze Reihe von Vorkommnissen im Projekt „Breisgau-S-Bahn“ ein, die man nur mit „Pleiten, Pech und Pannen“ bezeichnen könne.
 
Um den öffentlichen Nahverkehr attraktiver zu machen und um eine echte Mobilitätswende zu ermöglichen, hat der Bund mittlerweile 75 Prozent der Kosten für den Ausbau der Infrastruktur im Netz der Breisgau-S-Bahn übernommen“, betonen Peter Weiß und Yannick Bury. „Was wir aber in der Realität in unserer Region erleben, das ist eher ÖPNV zum Abgewöhnen.“ Weiß und Bury erinnern daran, dass schon die Inbetriebnahme der Breisacher Bahn, der Höllentalbahn und jetzt der Elztalbahn nicht im versprochenen Zeitplan möglich war. Dazu komme der massive Ärger mit dem neuen Wagenmaterial. „Es ist doch gerade zu abartig, dass die neuen elektrischen Fahrzeuge zum Ärger der Anwohnerinnen und Anwohner Geräusche produzieren, die die alten Dieselzüge nie kannten und die jetzt durch die Installation von Sprühanlagen an den Schienen nachträglich gemildert werden sollen“, erklären Weiß und Bury. Zudem habe schon das geplante Zusammenkoppeln der neuen Züge massive Probleme verursacht. 
 
„Wenn schon der Bund das alles zu 75 Prozent finanzieren soll, dann muss auch jetzt mal jemand den Planern und Bauverantwortlichen auf die Finger schauen“, fordern der Abgeordnete und der CDU-Bundestagskandidat. Bundestagsabgeordneter Peter Weiß hat daher an den Präsidenten des Bundesrechnungshofs Kay Scheller geschrieben und angeregt, dass der Rechnungshof eine Sonderprüfung zum Thema „Breisgau-S-Bahn“ durchführt. Von einer solchen Sonderprüfung erhoffe man sich mehr Klarheit über die Verantwortlichkeiten für die Misere und klare Empfehlungen für kurzfristige Fehlervermeidung.