Wyhler Modell kommt ins Bundesgesetz – Peter Weiß

Peter Weiß freut sich über Erfolg

In Wyhl a.K. läuft seit mehreren Jahren im Haus Rheinhaue ein Pflege-Modellprojekt: Die Konzeption „stambulant“ vereint das Beste aus der stationären mit dem Besten aus der ambulanten Versorgung. So garantiert das Wohnen in einer Hausgemeinschaft beispielsweise Sicherheit durch die Pflegekräfte vor Ort, wobei gleichzeitig durch die ambulante Versorgungssystematik Leistungen nach Bedarf und Bedürfnis individuell vereinbart werden. Eine moderne Versorgungskonzeption, die noch dazu die Pflegekräfte in ihrer Qualifizierung fordert und die Ausübung des Berufes attraktiver macht. Und ganz nebenbei wird der vom Bewohner zu tragende Eigenanteil um bis zu 800 Euro pro Monat gesenkt.

Dieses Modellprojekt konnte aber bislang nicht auf andere Standorte ausgeweitet werden, weil dafür erst eine gesetzliche Grundlage geschaffen werden muss. „Der nun vorliegende Arbeitsentwurf einer Pflegereform berücksichtigt zum ersten Mal gemeinschaftliche Wohnformen, wie sie in Wyhl getestet werden“, berichtet Bundestagsabgeordneter Peter Weiß. „Ich freue mich über diesen Schritt des Bundesgesundheitsministeriums.“

Peter Weiß, der Mitglied der Projektarbeitsgruppe war, die das Wyhler Pflegemodell erarbeitet hat, hatte auf Landes- sowie Bundesebene dafür geworben, nach der Modellphase das Konzept „stambulant“ auch gesetzlich auf Dauer zu verankern.

Wenn der jetzt vorliegende Arbeitsentwurf für eine Pflegereform auch Gesetz wird, dann könnten auch andere Projekte an anderen Orten in gleicher Weise realisiert werden. Auch im Landkreis Emmendingen hatten mehrere Gemeinden Interesse an der Einrichtung eines Pflegeheims, nach dem Modell von Wyhl, bekundet. Bundestagsabgeordneter Peter Weiß st zuversichtlich, dass nach einer Verabschiedung des geplanten Gesetzespaketes die interessierten Gemeinden ihre Pläne realisieren können.

„Es ist schön, wenn ein erfolgreiches Projekt nach jahrelanger Arbeit auch in den Regelbetrieb übergehen kann“, erläutert Peter Weiß. Es zeige sich, dass sich im Bereich der Altenpflege innovative Ansätze durchsetzen können und letztlich auch in der Fachwelt wie in der Politik Anerkennung finden.